Malbec

Malbec steht für dunkle Farbe, satte Frucht und samtige Tannine. Die Rebsorte bringt strukturierte Rotweine hervor, die dennoch erstaunlich zugänglich sind – ein Geheimtipp in der Schweizer Weinwelt.

Rebsorte Rot

Grilliertes Fleisch
Lamm
Würzige Eintöpfe
Gereifter Hartkäse

Serviertemperatur:

16-18°C

Steckbrief Malbec

  • In der Schweiz angebaut auf rund 27 Hektar

  • Auch bekannt als Côt oder Auxerrois

So schmeckt Malbec

Malbec überzeugt mit intensiver Aromatik von dunklen Beeren, Pflaumen, schwarzen Kirschen und oft auch würzigen Noten wie Lakritze, Pfeffer oder Tabak. Im Mund zeigt sich der Wein vollmundig, mit weichen, aber präsenten Gerbstoffen – Tannine, die für Struktur sorgen, aber nicht austrocknen.

Gereifte Malbecs entwickeln zusätzliche Aromen von Leder, Trüffel, Schokolade oder Rauch. Die Säure ist meist moderat, was ihn besonders rund wirken lässt. Wer Weine wie Merlot oder Syrah mag, wird auch an Malbec Gefallen finden.

Zu diesen Gerichten passt Malbec

Malbec liebt den Grill: Ein Entrecôte oder Lammkotelett passt wunderbar. Seine Tannine unterstreichen die Textur des Fleisches und seine Fruchtigkeit verfeinert den Bratensaft. Auch zu einem Rindsgulasch oder einer Auberginen-Lasagne macht er sich hervorragend.

Gereifter Käse – zum Beispiel ein Sbrinz oder Gruyère – bringt seine dunklen Aromen schön zur Geltung. Weniger passt Malbec zu sehr leichten Speisen oder Fisch – da wirkt er schnell zu dominant.

Geschichte und Anbau von Malbec

Ursprünglich stammt Malbec aus Südwestfrankreich und wurde früher oft in Bordeaux-Weinen verwendet. In Europa wird die Rebsorte zudem in Norditalien und Spanien angebaut. Weitere Bestände gibt es in Australien, Kalifornien, Südafrika und Südamerika, vor allem in Argentinien.

Malbec bevorzugt warme, gut durchlüftete Lagen und ist empfindlich gegenüber Frühjahrsfrost. Die Rebsorte reift spät und benötigt volle Sonneneinstrahlung, um ihre dunkle Frucht und weichen Tannine zu entwickeln.

Verbreitung von Malbec in der Schweiz

In der Schweiz ist Malbec eher selten zu finden, taucht aber vor allem in der Deutschschweiz als spannende Ergänzung im Rebsortenspiegel auf.

FAQ: Häufige Fragen zur Traubensorte Malbec

Ja – das ist ein Markenzeichen. Die dicke Beerenhaut sorgt für tiefdunkle Farben und viel Aroma.

Argentinischer Malbec ist oft fruchtbetonter und wärmer im Stil. Schweizer Malbec zeigt meist mehr Frische, Eleganz und Tiefe – er ist etwas zurückhaltender, dafür oft spannender im Detail.

Auf jeden Fall. Gute Malbecs reifen problemlos 5 bis 10 Jahre und gewinnen dabei an Komplexität.

Weil er selten angebaut wird – aber das ändert sich langsam. Immer mehr Winzerinnen und Winzer entdecken sein Potenzial für charaktervolle Rotweine.

Schweiz. Natürlich.